Auszug aus dem Rheinpfalz-Artikel vom 18.Juli 2009 über das Anti-Aggressivitätstraining an unserer Schule unter der Überschrift:

Die Schuld auch bei sich selbst suchen

Anti-Aggressivitätstraining an Friedrich-Ebert-Hauptschule soll respektvollen Umgang lehren - Selbstverteidigungskurs für die Opfer.

Es gibt sie wohl in jeder Klasse, die so genannten „Chaoten". Sie ziehen ihre Mitschüler auf, geben überall ihren Senf dazu und kommen sich dabei ziemlich toll vor. Um diesen Jugendlichen zu zeigen, dass ihr Verhalten mit Coolness kaum mehr etwas zu tun hat, bietet die Friedrich-Ebert-Hauptschule seit 2004 ein spezielles Anti-Aggressivitätstraining an. Dabei sollen die Schüler wieder lernen, tolerant und respektvoll miteinander umzugehen.
„Ich hatte am Anfang gar keine Lust darauf und dachte, das wäre voll der Kinderkram, aber die beiden haben mir gezeigt, dass ich gar nicht so toll und cool bin, wie ich dachte", berichtet der 14-jährige Andreas Kokanovic. Die beiden - damit sind Christian Kaster und Benjamin Wagner gemeint, Anti-Aggressivitätstrainer der Gesellschaft für Konfliktmanagement.

Im Zentrum des Trainings stehen Vertrauensspiele, Übungen zur Stärkung des Gruppengefühls


„Manche Jugendliche wollen den Kurs aber auch ein zweites Mal machen, weil sie merken, dass sie wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen", erklärt Schulsozialarbeiterin Dio Bolze vom Kinder- und Jugendbüro. Während des Trainings gilt, wer mehr als einmal massiv stört oder die Mitarbeit verweigert, fliegt raus.

„Der Kerngedanke ist, die Schuld endlich mal bei sich selbst zu suchen, nur dann kann man etwas verändern", berichtet Wagner, der sich mit der Entwicklung der Gruppe durchaus zufrieden zeigt.
Natürlich gibt es an der Friedrich-Ebert-Schule nicht nur aggressive Draufgänger, die wieder an normale Verhaltensweisen herangeführt werden sollen. Viele Schüler - vornehmlich Mädchen - sind schüchtern und ängstlich oder haben Komplexe.
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Wer bei dieser Verhaltensübung mitmachen darf, bestimmen die Schulsozialarbeiter nach Rücksprache mit den Lehrern.

Link zu weiteren Infos zur Schulsozialarbeit an der F-E-S

„Unsere Idee war es, auch etwas für die so genannten Opfer zu tun, deshalb gibt es hier an der Schule einen freiwilligen Viet-Vo-Dao-Kurs", berichtet Trainer Thorsten Immig. Bei der vietnamesischen Kampfsportart lernen die Schüler Seibstverteidigungstechniken kennen und verbessern dabei ihre körperliche Fitness

. Link zur Viet-Vo-Dao-Seite

Der Selbstverteidigungskurs ist mittlerweile sehr beliebt in der Friedrich-Ebert-Schule. Um den Kurs auch im nächsten Schuljahr wieder anbieten zu können, ist die Schule noch auf der Suche nach Sponsoren. „Was wir brauchen, ist ein entsprechender Raum und natürlich Geld. Bislang musste der Kurs aufgrund von Raumknappheit leider im Englischsaal stattfinden", sagt Lehrerin Heidrun Kohl. (agp)
Der ausführliche Rheinpfalz-Artikel (Frankenthaler Lokalseite) ist an unserer Infowand am Sekretariat ausgehängt. Weitere Bilder von der Viet-Vo-Dao-Demostration sind in der Foto-Galerie des diesjährigen Sommerfestes zu finden.