Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage
"Vielleicht lautet die kürzeste aller Definitionen des Vorurteils: Von anderen ohne ausreichende Begründung schlecht denken." (G. W. Allport, amerikanischer Psychologe)
Vorurteile, Benachteiligung, Gewalt und Mobbing stören das friedliche miteinander Lernen und Erwachsenwerden von Schülern.
Deshalb haben sich die Schüler der Hauptschule Friedrich-Ebert-Schule mit ihrer Unterschrift verpflichtet, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule einzusetzen.
Die Schule darf sich jetzt mit dem Titel "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage" schmücken und gehört damit der gleichnamigen bundesweiten Initiative an. Die Initiative wurde 1988 in Belgien ins Leben gerufen und wird seit 14 Jahren auch in Deutschland umgesetzt. Momentan gehören dem Schulnetzwerk über 660 Schulen mit rund 500.000 Kindern an.
Mit der Urkunde und dem neuen Schild für den Eingangsbereich der Schule wird der Einsatz der Schüler gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung honoriert.
Der Titel ist allerdings keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern ist eine Selbstverpflichtung für die Zukunft.Die Schüler verpflichteten sich einmal pro Jahr eine Projekt zum Thema Diskriminierung durchzuführen und immer aktiv bei Konflikten einzugreifen.
Diese Verpflichtung zu erfüllen wird den Schülern leicht fallen. Seit vielen Jahren gibt es im Rahmen der höchst aktiven Schulsozialarbeit Aktionen und Programme mit entsprechenden Themen.
Am 25.11.2009 wurde dies im Rahmenprogramm zur Verleihung des Titels "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage" deutlich.
Sportliche SchülerInnen auf Wave-Boards brachten die Landesfahnen der 22 an der Schule vertretenen Nationen in den Festsaal des Ökomenischen Zentrum im Pilgerpfad, in 18 Landessprachen wurden die Gäste begrüßt.
Gekonnte Vorführungen der Schulzirkus-Gruppe, der Hip-Hop-Arbeitsgemeinschaft und des Viet-Vo-Dao-Projektes (Vietnamesische Kampfkunst)
begeisterten die zahlreichen Gäste.
Der absolute Star war natürlich Sascha Kotysch, Bundesligaprofi des 1.FC Kaiserslautern, der als Pate gewonnen werden konnte und weitere Aktionen der Friedrich-Ebert-Schule unterstützen wird. Er wurde von den souveränen Moderatoren des Festtages, zwei Schülern der 9. Klasse, Steven Dreyer und Julius Hüther, gekonnt interviewt.
Frau Dr. Una Patzke, Landeskoordinatorin von SOR-SMC, Bürgermeister Martin Hebisch, Rüdiger Stein vom Förderverein für jüdisches Gedenken in Frankenthal und Christian Möckel vom Netzwerk Demokratie und Courage Rheinland-Pfalz würdigten die Verleihung des Titels und versprachen Hilfe bei allen weiteren Projekten.
Die Darstellung der vielen Projekte und der Ausblick auf weitere Aktionen zeigt, dass die Friedrich-Ebert-Schule gut aufgestellt ist für die schwierigen Aufgaben, die mit der Umstellung auf die Realschule Plus ab dem nächsten Schuljahr zu schultern sind.